Gute Texte sind gut fürs Geschäft

Ein Weblog der Infotext GbR, Berlin

„Viele Coachs“ oder „viele Coaches“?

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Seit vielen Jahren arbeiten wir regelmäßig für Trainer und Coachs, womit wir direkt bei einem Phänomen wären, das uns immer wieder irritiert. Denn für den Plural des Wortes „Coach“ wird sehr häufig konsequent das englische Wort „Coaches“ verwendet, obwohl der Duden dazu eine eindeutige Meinung hat und das Wort ganz klar nach deutschen Regeln dekliniert:

Coach, der; -[s], -s <engl.> (Sportlehrer, Trainer; jmd., der durch Beratung und Übungen das professionelle Potenzial von Berufstätigen zu optimieren versucht)*

Es heißt im Deutschen also im Singular „der Coach“ und im Plural „die Coachs“, beim Genitiv sind zwei Varianten richtig: „des Coach” und „des Coachs”. (Im Englischen lautet der Plural natürlich weiterhin und unbestritten „the coaches“.)

Nichtsdestotrotz lesen wir auf deutschsprachigen Websites, in Büchern, Fachartikeln, Seminar- und Trainingsbeschreibungen immer wieder die englische Variante. So ergab auch heute eine Google-Suche nach der Wendung „Trainer und Coachs” auf deutschsprachigen Seiten ungefähr 224.000 Suchergebnisse, die Suche nach „Trainer und Coaches“ jedoch ungefähr 1.020.000 Suchergebnisse.

Das hat nun zur Folge, dass viele Menschen annehmen, „Coaches“ sei richtig, da die Suchmaschine hier ja schließlich viel, viel mehr Treffer anzeigt als bei „Coachs“. Die Folge davon ist, dass „Coaches“ noch häufiger verwendet wird. Das wiederrum führt dazu, dass sich einige Coachs – so haben wir es auch bei unserer Arbeit schon erfahren – bewusst für die falsche Schreibweise entscheiden, um der mehrheitlichen Erwartung ihrer (potenziellen) Kunden zu entsprechen und bei Suchanfragen nicht übergangen zu werden. Der Verbreitungsgrad der falschen Schreibweise erhöht sich also weiter und wir beginnen, uns im Kreis zu drehen. – Trotz unserer Bemühungen werden die „Coaches“ also vermutlich in der Mehrheit bleiben.

* Duden – Die deutsche Rechtschreibung, 25. Aufl. Mannheim 2009 [CD-ROM]

Geschrieben von Infotext

22. Februar 2012 um 14:56

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Wie ein Buch entsteht: Der lange Weg bis zum Leser

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Zurzeit sind über eine Million Buchtitel in Deutschland lieferbar, täglich kommen rund 250 Neuerscheinungen hinzu. Bei diesen Mengen könnte man den Eindruck gewinnen, dass es recht einfach ist, ein Buch auf den Markt zu bringen. Der tatsächliche Aufwand hängt stark von den Ansprüchen sowohl des Autors als auch des Verlages ab. Sind die qualitativen Ansprüche sehr niedrig, ist es tatsächlich nicht sonderlich schwer, ein Buch auf den Markt zu bringen. Doch solche Bücher werden in der Regel kaum gelesen. – Um einmal zu zeigen, wie ein Buch entsteht, gehen wir von einem begabten Autor aus, der ein Sachbuch zu einem Thema schreibt, auf dessen Gebiet er ein Experte ist. Das Buch soll rund 240 Seiten im A5-Format umfassen. Damit die Arbeiten chronologisch eingeordnet werden können, beginnen wir im Jahr 2010 und stellen die einzelnen Arbeitsschritte etwas vereinfacht dar:

Januar 2010: Die Idee zum Buch entsteht
In den meisten Fällen kommt die Idee für ein Buch nicht aus heiterem Himmel. Sie reift allmählich und wird mehrfach durchdacht, bis dann nach einer Weile der Entschluss fällt, zur Tat zu schreiten. Wie lange dieser Prozess dauert, ist natürlich sehr unterschiedlich. Manchmal sind es einige Wochen, zuweilen vergehen auch mehrere Jahre. Wir gehen hier von zwei bis drei Monaten aus. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von Infotext

17. Februar 2012 um 12:24

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Imprimatur! Es werde gedruckt!

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Von unserem Verleger haben wir ein neues und schönes Wort gelernt: Imprimatur. Es bedeutet letztlich nichts anderes als „Druckfreigabe“, klingt aber sehr viel schöner und heißt wörtlich übersetzt „Es werde gedruckt!“

Dass wir gestern just eine solche Druckfreigabe an unseren Verleger geschickt haben, ist auch der Grund dafür, dass unser Weblog seit einigen Wochen ein sehr ruhiges Dasein fristet. Ein eigenes Buch in einen druckfertigen Zustand zu bringen, ist eine aufwendige und aufregende Angelegenheit, die uns und unseren Verlag ziemlich auf Trapp gehalten hat.

Doch jetzt ist es so weit: Imprimatur! Noch vor der Leipziger Buchmesse wird unser Buch „Gute Texte – gute Geschäfte“ im Bramann Verlag erscheinen. Herrn und Frau Bramann sei Dank!

Sobald das Buch im Buchhandel erhältlich ist, werden wir an dieser Stelle natürlich noch einmal ausführlich darauf hinweisen.

Geschrieben von Infotext

3. Februar 2012 um 11:50

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Der Anteil von E-Books am Buchmarkt ist immer noch gering

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Nachdem die Wirtschaftsprüfung- und Beratungsgesellschaft PwC ihre jährliche Branchenprognose zum deutschen Buchmarkt vorgelegt hat, gab es etliche Schlagzeilen in der Art von „Umsatz mit „E-Books legt deutlich zu“. Derartige Überschriften suggerieren natürlich, dass E-Books nun endgültig den schon länger prognostizierten Siegeszug antreten. Tatsache ist: Der Umsatz mit E-Books im Bereich Belletristik verdreifacht sich von 21 Millionen Euro im Jahr 2010 auf voraussichtlich 67 Millionen im Jahr 2011. Das klingt zunächst gewaltig. In Anbetracht eines deutschlandweiten Gesamtumsatzes im Bereich Belletristik von rund 4,9 Milliarden Euro wird jedoch deutlich, dass ein Anteil von 67 Millionen Euro noch sehr gering ist. Bis 2015, so die Prognose, soll der E-Book-Umsatz allerdings jährlich um fast 52 Prozent auf dann 355 Millionen Euro steigen. Selbst wenn diese Prognose zutrifft, zeigen die Zahlen letztlich vor allem, dass E-Books inzwischen durchaus zu einer messbaren Größe geworden sind – es bleibt also spannend, wann das E-Book zu einer echten Konkurrenz für das gedruckte Buch werden wird.

Geschrieben von Infotext

13. Dezember 2011 um 11:42

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Wann Bildzitate zulässig sind

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Inzwischen dürfte selbst der Ahnungsloseste wissen, dass niemand nach Lust und Laune fremde Texte übernehmen darf. Manchmal ist es selbst mit einer ordnungsgemäßen Kenntlichmachung und einem Hinweis auf die Quelle des Zitats nicht getan, wie Sie hier bereits lesen konnten.

Mit Bildzitaten wird teilweise noch großzügiger umgegangen als mit Textzitaten, dabei ist die Rechtslage hier eher noch strenger, wie die Rechtsanwältin Birgit Menche in einem Ihrer Beiträge für das Buch „Bücher machen. Ein Handbuch für Lektoren und Redakteure“ (S. 178 f.) schreibt: Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von Infotext

8. Dezember 2011 um 09:10

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Rechtssicher zitieren

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Wo heute von Zitaten die Rede ist, fällt aus immer noch aktuellem Anlass schnell der Begriff Plagiat. Doch es sind nicht nur die leichtfertigen oder vorsätzlichen Abschreiber, die den rechtlichen Hintergrund kennen sollten. Auch ehrliche Autoren, Verlage und Lektoren stehen zwangsläufig immer wieder vor der Frage, was erlaubt ist und was nicht. Wer beispielsweise ein Buch oder einen Artikel schreibt, wird auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, andere Autoren zu zitieren und vielleicht Bildmaterial oder ganze Passagen aus anderen Bücher zur Veranschaulichung der eigenen Thesen zu verwenden – und gegebenenfalls natürlich ordnungsgemäß auf die Quellen hinweisen. Dann geht alles mit rechten Dingen zu, könnte man meinen.

Die Praxis ist leider etwas komplexer. Und es ist jedem, der Texte publiziert, zu raten, einen Blick auf die Rechtslage zu werfen, um sich vor Regressforderungen und Urheberrechtsklagen zu schützen. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von Infotext

6. Dezember 2011 um 10:12

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Lehnwörter sind herzlich willkommen

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Anglizismen in der deutschen Sprache sind ein beliebtes Objekt der Auseinandersetzung, wobei zumeist der Verfall der deutschen Sprache beklagt wird. Der Gedanke, dass Lehnwörter aus anderen Sprachen jedoch auch nützlich und eine große Bereicherung für das Deutsche sein können, fließt nur selten in diese Auseinandersetzungen ein. Umso interessanter ist es, dass einige Sprachwissenschaftler die englischen Lehnwörter mit offenen Armen empfangen und derzeit zur Wahl des „Anglizismus des Jahres” aufrufen. Ihr Credo: „Alle hassen englische Lehnwörter. Wir nicht. Wir geben jedem neuen Wort, egal, woher es stammt, zunächst einmal die Gelegenheit, seine Nützlichkeit unter Beweis zu stellen, und vertrauen darauf, dass die Sprachgemeinschaft überflüssige Wörter schnell wieder aussortiert.” Bis zum 7. Januar 2012 können Nominierungen für den Anglizismus des Jahres 2011 abgegeben werden. Der Anglizismus des Jahres 2010 war übrigens das Wort „leaken”.

Geschrieben von Infotext

1. Dezember 2011 um 11:30

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Der zurzeit am meisten besuchte Artikel auf unserem Weblog

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In der Statistik unseres Weblogs wird auch festgehalten, mit welchen Suchbegriffen die Besucher auf unser Blog kommen. Das ist sehr interessant und aufschlussreich und manchmal auch ein bisschen amüsant. Wenn zum Beispiel die Suchanfrage „zehn goldene Regeln fürs Schreiben” direkt auf unseren Artikel „Die zehn goldenen Regeln für gutes Schreiben gibt es nicht” führt, dann ist das schon sehr schön.

Sehr interessant dabei ist, dass die Suche, die im Moment am häufigsten zu uns führt, die Frage nach dem Amazon-Verkaufsrang ist. Dementsprechend liegt unser Beitrag zu diesem Thema auch ganz vorn auf der Liste der meistbesuchten Beiträge.

Geschrieben von Infotext

17. November 2011 um 10:51

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