Artikel getaggt mit ‘Marketing’
Neuromarketing in Texten?
Das Neuromarketing wird bereits seit einiger Zeit euphorisch bejubelt – oder eben als bestenfalls alter Wein in neuen Schläuchen kritisiert. Inzwischen haben sich einige Spitzfindige bereits Markenrechte an Bezeichnungen gesichert, die sich vom Begriff limbisches System oder vor allem vom englischen „limbic“ ableiten lassen – von eben der Region im Gehirn, die fälschlicherweise gern als „emotionales Gehirn“ bezeichnet wird. Und auch für die Sprache und für Texte werden Regeln propagiert, die auf das Neuromarketing zurückgehen. Den Rest des Beitrags lesen »
Mit Pressemitteilungen Aufmerksamkeit erzeugen – Teil 1: Haben Sie überhaupt etwas mitzuteilen?
Eine Textsorte, die in sehr vielen Unternehmen eine zentrale Stellung einnimmt, ist die Pressemitteilung. Damit Pressemitteilungen die gewünschte Wirkung erzielen, ist es wichtig, dass sie zunächst einmal in den Redaktionen der Zeitungen oder Zeitschriften überzeugen. Doch bis dahin ist es oft ein weiter Weg, denn es ist bereits eine enorme Herausforderung, mit der eigenen Pressemitteilung überhaupt wahrgenommen zu werden.
Redaktionen (auch von Fachzeitschriften) erhalten bis zu mehrere Hundert Pressemitteilungen täglich. Deshalb wird in fast allen Fällen lediglich der Teaser/der erste Absatz kurz überflogen, um zu entscheiden, ob die Pressemitteilung tatsächlich eine Meldung wert ist. Ist die Bedeutung in diesen wenigen Zeilen nicht erkennbar, verschwindet die Pressemitteilung umgehend im Papierkorb. Den Rest des Beitrags lesen »
Kundenstimmen – Original oder Fälschung?
Spätestens nachdem das Internetversandhaus Amazon 1998 auch in Deutschland an den Start gegangen war, wurden Kundenstimmen in Anlehnung an die Kundenrezensionen bei Amazon für viele Marketingabteilungen ein Thema. Seitdem lassen viele Unternehmen auf der eigenen Website und auch in Broschüren oder Katalogen Kunden für sich sprechen und viel Gutes über die angebotenen Produkte, Dienstleistungen oder das Unternehmen berichten. Das Problem dabei: Derartige Kundenbewertungen sind inzwischen zu einem reinen Marketinginstrument geworden und in vielen Fällen alles andere als authentisch. Stattdessen schreiben Profis die „Kundenmeinungen“ für andere Profis oder gleich für sich selbst. Und auf der eigenen Website wird natürlich niemand eine negative Kundenmeinung veröffentlichen. Die Frage ist daher: Ist es überhaupt noch sinnvoll, Kundenstimmen auf die eigene Website zu stellen? Den Rest des Beitrags lesen »
Gute Texte sind frei von Übertreibungen
Von sagenhaften Superlativen, die das größte, neueste, weltbeste, innovativste, sparsamste, leistungsstärkste, bedeutendste Angebot verkaufen wollen, lassen sich Kunden schon längst nicht mehr beeindrucken. Im Gegenteil, der inflationäre Einsatz von Superlativen oder Übertreibungen, zum Beispiel in Marketing- und Werbetexten, Produktbeschreibungen und Ähnlichem, macht den Leser sogar misstrauisch. Verwenden Sie Superlative also äußerst sparsam und nur dann, wenn sie auch tatsächlich zutreffen. Und verzichten Sie am besten ganz auf Übertreibungen. – Ansonsten kommen dabei Texte heraus, die vor allen Dingen anmaßend klingen und nicht gerade einladend wirken, so wie in diesem Beispiel: Die strategische Ausrichtung auf aktive positive Empfehler ist die preisgünstigste, intelligenteste und erfolgversprechendste Umsatzzuwachs-Strategie aller Zeiten. (…) In so kompakter Form erhalten Sie diese Erfolgsgeheimnisse nirgends sonst. (gefunden bei business-on.de am 14. April 2011)
Das Werben mit Superlativen ist auch rechtlich gesehen ein wenig kurios. Den Rest des Beitrags lesen »
Der Trick mit dem PS
Wer sich auch nur ansatzweise mit dem Thema Geschäftsbriefe beschäftigt hat, ist dabei gewiss mehrfach auf die dringliche Empfehlung gestoßen, unbedingt ein Postskriptum zu verwenden. Dahinter steht der zutreffende Gedanke, dass einem PS viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Denn oft wandert der Blick des Kunden von der Adresse über die Betreffzeile direkt zum PS, das folglich noch vor dem Hauptteil des Briefes gelesen wird. Der allgemeine Tipp ist also, an dieser Stelle eine Kernaussage, einen besonderen Vorteil des Angebots oder irgendetwas Erwähnenswertes zu platzieren. – Genau das ist inzwischen zur verbreiteten Masche geworden: Nahezu jede Marketingabteilung versendet nur noch Briefe mit einem PS, um dort mehr oder weniger wichtige Aussagen exponiert zu platzieren. Unsere Meinung dazu: Ein PS ist gut, wenn es tatsächlich noch etwas zu sagen gibt, ansonsten darf es ruhig entfallen – insbesondere bei Geschäftsbriefen, die nicht in erster Linie als Werbebrief gedacht sind. Falls Sie sich jedoch für ein PS entscheiden, braucht dort nicht unbedingt das etwas antiquierte PS zu stehen: Übrigens, Hinweis oder Achtung wirken hier etwas frischer.

