Beitrag verschlagwortet mit ‘Seriosität’
Geschäftsberichte: Selbst schreiben oder schreiben lassen?
Ob ein Unternehmen einen Geschäftsbericht nun freiwillig veröffentlicht oder aufgrund seiner Publizitätspflicht: In beiden Fällen ist eine positive Selbstdarstellung ein wesentliches Ziel der Veröffentlichung. Deshalb ist das Erstellen eines Geschäftsberichts eine anspruchsvolle, umfangreiche und arbeitsintensive Aufgabe. Es ist erforderlich, den Bericht durchdacht zu strukturieren, die Inhalte sorgfältig auszuwählen und zu formulieren und von der Gestaltung bis zum Druck in der Regel einen recht hohen Aufwand zu betreiben. Den Rest des Beitrags lesen »
Vor- und Nachteile von „Book on Demand“-Anbietern
Im Artikel der letzten Woche haben wir anhand eines Beispiels festgestellt, dass die Publikation eines Buches im Selbstverlag – selbst bei einer kleinen Auflage – schnell 4.000 Euro kosten kann. Im Beispiel sind wir von einem Buch mit 200 Seiten im DIN-A5-Format und einer Auflage von nur 100 Exemplaren ausgegangen. Da die Auflage bereits sehr klein ist, kann an dieser Stelle kaum mehr gespart werden. Wie lassen sich aber dann die Kosten senken? Einen Weg offerieren die immer zahlreicher werdenden „Book on Demand“-Anbieter. Wir haben uns einige Produktionen von verschiedenen Anbietern dieser Art angeschaut und für das Beispielbuch zugleich einige Angebote angefordert – und kommen zu dem Ergebnis, dass die Kosten allenfalls geringfügig niedriger ausfallen, sofern weiterhin auf eine gute Qualität wert gelegt wird. Allerdings ist das gesamte Leistungsspektrum einiger „Book on Demand“-Anbieter dennoch überaus interessant. Den Rest des Beitrags lesen »
Das Urheberrecht ist nicht übertragbar!
Da wir für unser eigenes Buch gerade einen Verlag suchen, schauen wir uns zurzeit recht viele Websites von Verlagen an. Dabei haben wir einen wirklich bemerkenswerten Satz bei einem Verlag gefunden, dessen Namen wir aus Höflichkeit lieber nicht nennen wollen. In seinen „Handreichungen für Autoren“ steht Folgendes: „Der wichtigste Bestandteil des Verlagsvertrags ist die Übertragung der Urheberrechte vom Autor auf den Verlag.“
Dazu sagt das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte im § 29 (Rechtsgeschäfte über das Urheberrecht): „(1) Das Urheberrecht ist nicht übertragbar [Hervorhebung von uns], es sei denn, es wird in Erfüllung einer Verfügung von Todes wegen oder an Miterben im Wege der Erbauseinandersetzung übertragen. (2) Zulässig sind die Einräumung von Nutzungsrechten (§ 31), schuldrechtliche Einwilligungen und Vereinbarungen zu Verwertungsrechten sowie die in § 39 geregelten Rechtsgeschäfte über Urheberpersönlichkeitsrechte.“
Unserer Meinung nach kann ein Verlag, der eine solche Fehlinformation in seinen Autorenrichtlinien verbreitet, niemals als kompetent oder seriös wahrgenommen werden, sodass für uns einmal mehr deutlich wurde, wie wichtig es ist, auf die grundlegendsten Qualitätskriterien für Texte zu achten.
Gute Texte zahlen sich aus
Wenn Sie unser Weblog lesen und schon auf in den ersten Beiträgen über mehrere Tippfehler oder unverständliche Formulierungen stolpern, werden Sie unweigerlich an unserer Kompetenz zweifeln, sich sogar ärgern und vermutlich nie wieder hierherkommen. Es wäre also eine Fehlkalkulation, erst mühsam die Beiträge zu schreiben, dann aber an einem gründlichen Lektorat zu sparen oder sich gleich von Anfang an nur wenig Mühe zu geben, um die Seiten nur so schnell wie möglich zu füllen.
Viele Unternehmen machen im übertragenen Sinn aber genau das: Sie investieren viel Geld in die Produktentwicklung und anschließend noch einmal große Summen in das Marketing, versäumen es jedoch, ernsthaft über die Wirkung der Texte nachzudenken, die im Zuge der Markteinführung den Kunden, Partnern und Interessenten vorgelegt werden. Den Rest des Beitrags lesen »
Gute Texte sind glaubwürdig
Die Glaubwürdigkeit eines Textes ist Sinn und Zweck jeder Bemühung um seine Qualität. Denn: „Glaubwürdigkeit ist Vertrauenswürdigkeit auf dem Feld der Kommunikation.“* Und ein Unternehmen kann mit seinen Texten nur die gewünschte Wirkung erzielen, wenn diese glaubwürdig sind. Es reicht jedoch nicht, seine Leser einfach darauf hinzuweisen, dass man überaus glaubwürdig und vertrauenswürdig ist. Im Gegenteil: Wer ständig beteuert, absolut glaubwürdig zu sein, weckt damit sogar Misstrauen.
Ausschlaggebend ist stattdessen, dass Ihre Texte über Merkmale verfügen, die vom Leser als Symptome für Glaubwürdigkeit interpretiert werden, und außerdem frei sind von Merkmalen, die für das Gegenteil sprechen. Alle Qualitätskriterien, die wir bisher beschrieben haben, tragen zur Seriosität und Überzeugungskraft und damit zur Glaubwürdigkeit Ihrer Unternehmenstexte bei. Doch ob ein Text tatsächlich als glaubwürdig eingestuft wird, entscheidet am Ende natürlich der Leser. Mit Texten, die die Merkmale guter Texte erfüllen, schaffen Sie dafür die beste Grundlage.
*Rudi Keller: Die Sprache der Geschäftsberichte. In: Christoph Moss (Hrsg.): Die Sprache der Wirtschaft, S. 35
Post von William Cheung aus Hongkong
Hallo, ich bin William Cheung aus Hongkong. Ich bin mit Ihnen heute, weil ich ein Geschдft Satz von 44,5 Millionen Dollar, und ich mцchte Sie zu meinem Partner in diesem Geschaft sein. Kontaktieren Sie mich zurьck durch meine private E-Mail und ich werde Ihnen alle Einzelheiten. – Das ist der Originaltext einer typischen Spammail. Mehr als 99 Prozent der Empfänger solcher E-Mails erkennen auf den ersten Blick, dass es sich hier um Spam handelt, und drücken ohne zu zögern die Entfernen-Taste. Diese Entscheidung fällt innerhalb weniger Sekunden, weil hier nicht einmal die Mindestanforderungen an einen halbwegs seriösen Text erfüllt werden und die Qualität weit unterhalb des Akzeptablen liegt. Der Leser des Textes zieht Rückschlüsse aus dem Text und überträgt sie auf den Verfasser: „Der Text ist voller Fehler, also ist der Absender unseriös.”
Dieses simple Beispiel zeigt, wie schnell Leser unter Umständen ihre Urteile über einen Text und in der Folge auch über dessen Absender fällen. Den Rest des Beitrags lesen »

