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Lehnwörter sind herzlich willkommen

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Anglizismen in der deutschen Sprache sind ein beliebtes Objekt der Auseinandersetzung, wobei zumeist der Verfall der deutschen Sprache beklagt wird. Der Gedanke, dass Lehnwörter aus anderen Sprachen jedoch auch nützlich und eine große Bereicherung für das Deutsche sein können, fließt nur selten in diese Auseinandersetzungen ein. Umso interessanter ist es, dass einige Sprachwissenschaftler die englischen Lehnwörter mit offenen Armen empfangen und derzeit zur Wahl des „Anglizismus des Jahres” aufrufen. Ihr Credo: „Alle hassen englische Lehnwörter. Wir nicht. Wir geben jedem neuen Wort, egal, woher es stammt, zunächst einmal die Gelegenheit, seine Nützlichkeit unter Beweis zu stellen, und vertrauen darauf, dass die Sprachgemeinschaft überflüssige Wörter schnell wieder aussortiert.” Bis zum 7. Januar 2012 können Nominierungen für den Anglizismus des Jahres 2011 abgegeben werden. Der Anglizismus des Jahres 2010 war übrigens das Wort „leaken”.

Geschrieben von Infotext

1. Dezember 2011 um 11:30

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Die Sprache der Wirtschaft

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„Wirtschaft und Sprache führen eine merkwürdige Ko-Existenz. Sie beeinflussen sich gegenseitig, so viel ist sicher. Aber sie mögen sich nicht“, schreibt Christoph Moss, der Herausgeber des Buches „Die Sprache der Wirtschaft“. In seinem Sammelband betrachten mehrere Fachautoren die Sprache der Wirtschaft aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Erkenntnisse sind für Unternehmer genauso interessant wie für Journalisten oder PR-Experten. Und auch wir haben für unsere eigene Arbeit viel Wissenswertes und Nützliches aus diesem Buch erfahren.

In der Amazon-Produktbeschreibung heißt es übrigens: „Ein praktischer Band für jeden, der sich mit Wirtschaftsjournalismus beschäftigt.“ Diese Aussage ist zumindest irreführend, da allenfalls einer der elf Beiträge primär das Thema „Wirtschaftsjournalismus“ beleuchtet. Letztlich geht es vielmehr um die Unternehmenskommunikation, darum, wie Unternehmen mithilfe der Sprache das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen wollen und wie sie stattdessen das Vertrauen durch die Sprache wieder verspielen. – Das ist aufschlussreich für jeden, der im oder für Unternehmen schreibt.

Geschrieben von Infotext

15. November 2011 um 11:10

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Übersetzungen – eine ganz spezielle Textsorte

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Der Umgang mit fremdsprachlichen Texten und deren Übersetzung gehört für viele Unternehmen zum Alltag. Doch das hat seine Tücken. – Wie anfällig selbst kürzeste Sätze für Fehlübersetzungen sind, weiß inzwischen auch die Molson Coors Brewing Company, eine der größten Brauereien der Welt: Die Übersetzung ihres Slogans „Turn it loose“ wurde von spanischen Muttersprachlern nicht etwa als „Werd mal locker“, sondern als „Du kriegst Durchfall“ gelesen. Was ganz lustig klingt, ist in der täglichen Unternehmenspraxis weniger ein Anlass zur Freude. Missverständnisse aufgrund von fehlerhaften Übersetzungen kosten Zeit und Geld und schädigen die Reputation – zumindest der verantwortlichen Person oder eben des gesamten Unternehmens. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von Infotext

27. Oktober 2011 um 08:45

Lektüreempfehlung II und III

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Inzwischen gibt es auch den zweiten und dritten Teil der„unveränderlichen Seichtigkeit der Sprachnörgler” auf dem Sprachlog von Anatol Stefanowitsch. Beide Beiträge sind sehr zu empfehlen.

Geschrieben von Infotext

3. Juni 2011 um 14:41

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Lektüreempfehlung

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Heute empfehlen wir „Die unverbesserliche Seichtigkeit der Sprachnörgler” von Anatol Stefanowitsch. Der Autor befasst sich mit der „langen und trübsinnigen Tradition der Sprachnörgelei” und mit der von vielen Sprachnörglern unterschätzten Komplexität der Sprache.

Geschrieben von Infotext

31. Mai 2011 um 10:25

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Der Fehler mit dem großen I und das Problem der sprachlichen Gleichstellung von Mann und Frau

mit 2 Kommentaren

Ein spezielles sprachliches Problem, das sich insbesondere im Berufsleben immer wieder stellt, ist die sprachliche Gleichstellung von Mann und Frau. Sie kann nicht ignorieren werden, doch bei konsequenter Umsetzung führt sie schnell zu sehr sperrigen Texten:

Die eintägige Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter(innen) der Photovoltaikbranche, an Solarinstallateure und Solarinstallateurinnen, Berater(innen), Mitarbeiter(innen) von Netzbetreibern sowie Anlagenbetreiber(innen) und an solche, die es werden wollen.

Darüber hinaus wird für die verkürzte Darstellung ausgerechnet die Variante sehr häufig verwendet, die falsch ist: MitarbeiterInnen (mit den großen I im Wort) ist keine zulässige Schreibweise. Richtig sind die Varianten Mitarbeiter/-innen oder Mitarbeiter(innen).

Ob es überhaupt zwingend erforderlich ist, zwischen femininer und maskuliner Form zu unterscheiden, ist jedoch durchaus umstritten. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von Infotext

10. Mai 2011 um 09:33

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Die zehn goldenen Regeln für gutes Schreiben gibt es nicht

mit 3 Kommentaren

Kaum eine Frage zum Thema Schreiben lässt sich mit einem einzigen kernigen Satz beantworten. Denn Schreiben und Sprache sind eine sehr komplexe Angelegenheit. Das ist schlecht für alle, die über das Schreiben schreiben und dabei mit Patentrezepten à la Die zehn goldenen Regeln glänzen wollen. Manche Ratgeber neigen dennoch dazu, die Dinge zu vereinfachen und in griffige Formeln zu verpacken. Das Ergebnis ist dann oft ernüchternd und leider nicht selten auch falsch. Ganz abgesehen davon, dass einige Ratschläge für die praktische Anwendung nichts taugen. Stellvertretend für falsche Aussagen, die über Texte, Stil, Grammatik oder Rechtschreibung verbreitet werden, hier unser Lieblingsbeispiel: Ein Satz mit neun Wörtern gilt bereits als schwer verständlich. Dass wir nicht verstehen, wie der Autor zu dieser Aussage gekommen ist, könnte natürlich daran liegen, dass sein Tipp zehn Wörter umfasst. Den Rest des Beitrags lesen »

Geschrieben von Infotext

9. Mai 2011 um 14:33

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